Blu-ray setzt sich gegen HD DVD durch Der Formatstreit um die Nachfolge der DVD ist entschieden: Der japanische Elektronikkonzern Toshiba steigt aus dem Geschäft mit HD DVD aus. Damit setzt sich als weltweiter Disc-Standard das Konkurrenzformat Blu-ray durch. Tokio. – Hinter diesem Standard für Video in hoher Auflösung stehen die Elektronik-Riesen wie Sony, Panasonic oder Philips. Man werde HD-DVD-Abspielgeräte und Recorder nicht mehr länger entwickeln, herstellen und vermarkten, teilte Toshiba mit. Langen Krieg vermeiden Viele Kunden hatten wegen des langen Nebeneinanders der zwei Formate auf einen Einstieg verzichtet. Zuletzt hatten sich grosse US-Detailhändler auf die Seite von Blu-ray geschlagen. «Wir haben die langfristigen Auswirkungen einer Fortsetzung des Kriegs um das Format der nächsten Generation genau abgewogen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass eine rasche Entscheidung am besten dem Markt hilft», sagte Toshiba-Präsident Atsutoshi Nishida. Toshiba werde beginnen, die Auslieferungen von HD-DVD- Abspielgeräten und Recordern an den Detailhandel zurückzufahren mit dem Ziel, das Geschäft per Ende März ganz einzustellen. Von Warner enttäuscht Der Toshiba-Präsident deutete an, dass das kürzliche Umschwenken des Hollywood-Studios Warner Brothers zum Konkurrenz-Format Blu-ray ein Auslöser für die Einstellung von HD DVD war. Warner ist die weltweite Nummer eins im Video-Markt. «Es war wirklich bedauerlich, dass Warner Brothers, mit dem wir seit 1991 eine Kapital-Allianz haben, plötzlich seine Politik geändert hat», sagte Nishida. Er halte das HD-DVD-Format bezüglich der Kosten und der Kompatibilität mit der herkömmlichen DVD zwar immer noch dem Blu-ray-Format für überlegen. Aber man sei zu der Erkenntnis gelangt, dass eine Fortsetzung des Geschäfts die Bilanz belasten würde. Zudem müssten die Kunden sonst weiter zwischen zwei Formaten entscheiden. Die beiden letzten Hollywood-Studios, die noch die HD DVD unterstützen dürften nun schnell ins Blu-ray-Lager wechseln. (sda